Dein Baby Pucken – so geht es richtig!

Das Pucken von Babys in den ersten Lebenswochen hilft, ihnen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Erfahre hier, wie es geht & was du beachten musst.

Das Baby zu Pucken ist in den letzten Jahren wieder in den Trend gekommen. Gleichzeitig wird kaum ein Thema so heftig diskutiert. Auch einige Kinderärzte warnen davor. Wir haben dir in diesem Artikel alle wichtigen Fakten rund ums Pucken zusammengefasst und erklären dir auch, wie es funktioniert.

Was ist Pucken?

Pucken ist eine Wickeltechnik für Babys, die beruhigend wirken soll. Die Babys werden dazu fest in eine Decke gewickelt. Dabei sollen unkontrollierte Armbewegungen verhindert werden, die dazu führen, dass Babys nachts aufwachen. Gern wird das Pucken bei Frühchen angewendet. Doch auch bei Babys die eine traumatische Geburt hatten, wird es gern genutzt. Die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit fördert eine Beruhigung des Kindes. Es geht dabei nicht darum, dafür zu sorgen dass das Kind bewegungsunfähig ist. Die Bewegungen sollen nur reguliert werden, um die Beruhigung zu unterstützen. Durch das Pucken wird auch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Es gibt verschiedene Wickeltechniken für das Pucken. Die Populärste stellen wir dir hier vor. Wir empfehlen dir ein Moltontuch, ein Mulltuch oder ein spezielles Pucktuch zu verwenden.

Kurzanleitung Anleitung zum Pucken – so geht es

  • Zunächst legst du die Decke rautenförmig ausgebreitet auf den Boden.
  • Nehme nun die obere Ecke, faltete sie ein und lege dein Baby mit dem Nacken auf diese Falte.
  • Die Arme deines Babys sollten parallel am Körper liegen.
  • Lege nun die rechte Seite der Decke über dein Baby und stecke sie auf seiner linken Körperhälfte unter dem Rücken fest. Achte darauf, dass sich keine Knubbel bilden.
  • Nun nimmst du den unteren Zipfel des Pucktuchs und schlage es nach oben, etwa bis zur Brust deines Kindes. Dein Kind sollte seine Hüfte und seine Beine noch gut bewegen können.
  • Nun nimmst du den linken Zipfel der Decke und legst ihm über den Körper deines Babys. Stecke die Decke wieder unter dem Rücken deines Kindes fest.

Wenn es nicht gleich beim ersten Versuch klappt, verzweifel nicht. Es braucht ein wenig Übung, denn schließlich liegt dein Kind nicht einfach still und läßt sich einwickeln.

Wann puckt man Babys?

Das Pucken wird nur in den ersten Lebenswochen des Babys angewendet. Das hat den Grund, dass Neugeborene die begrenzte Umgebung aus dem Mutterleib gewöhnt sind. Durch die Wickeltechnik wird ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Auch Blähungen werden minimiert. Dies liegt an der Wärme, die sich durch das Pucken entwickelt.

Wann sollte man aufhören zu Pucken?

Wenn dein Kind mobiler wird und sich auf den Bauch drehen kann, sollte Schluss sein mit dem Pucken. Ansonsten steigt die Gefahr eines plötzlichen Kindstods.

Wann ist Pucken tabu?

  • wenn dein Baby einen Hüftschaden hat
  • bei hohen Temperaturen
  • wenn dein Baby unter Fieber leidet

Die Gefahren des Puckens

Fehlstellungen

Durch die Wickeltechnik werden die Beine des Babys in einer gestreckten Position fixiert. Dies kann eine Fehlentwicklung der Hüfte fördern.

Abklemmen von Nerven

Es ist wichtig, dass das Baby korrekt gewickelt wird. Ist es zu eng gepuckt, können Nerven abgeklemmt werden.

Hitzestau

Durch das Pucken kann sich Hitze stauenund zum ernsthaften Gesundheitsrisiko für dein Kind werden.

Plötzlicher Kindstod

Ist das Kind zu eng oder falsch eingewickelt, kann die Atmung behindert werden. Dadurch steigt das Risiko für einen plötzlichen Kindstod stark an.

Darauf solltest du beim Pucken achten

Wenn du dein Baby guckst, sollte es nur auf dem Rücken liegen. Kontrolliere regelmäßig, dass es nicht überhitzt. Die Körpertemperatur deines Kindes kannst du im Nacken erfühlen. Achte darauf, wenn du dein Baby einwickelst, dass es stets korrekt gepuckt ist.

Tragetuch als Alternative zum Pucken

Wenn du unsicher ist und deshalb lieber auf das Pucken verzichten möchtest, dann ist ein Tragetuch eine schöne Alternative für dich. Es bietet deinem Baby ebenfalls einen engen Raum, der Geborgenheit schafft. Der Körperkontakt zu dir sorgt ebenfalls dafür, dass dein Baby sich schneller beruhigt.

Wie stehst du zum Pucken? Kommt es für dich in Frage, oder stehst du dem kritisch gegenüber? Teile deine Meinung und Erfahrung gern in den Kommentaren mit uns und anderen werdenden Mamas!

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn gern mit anderen (werdenden) Eltern!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Inhalt

On Key

Verwandte Blogbeiträge

Bei Uterus bicornis handelt sich um eine Uterusfehlbildung. Erfahre hier, ob eine Schwangerschaft trotzdem möglich ist.

Uterus bicornis: Ist eine Schwangerschaft möglich trotz einer Uterusfehlbildung?

Hast du schon einmal von Uterus bicornis gehört? Es handelt sich hierbei um eine Uterusfehlbildung. Für Frauen, die darunter leiden, stellt sich nun die Frage, ob sie dennoch schwanger werden können und ob eine komplikationsfreie Schwangerschaft möglich ist. Wir haben dir in diesem Artikel die wichtigsten Fakten um die Uterusfehlbildung zusammengefasst. Uterus bicornis – was

In der 39. Schwangerschaftswoche läuft der Countdown zur Geburt und dein Baby schüttet extrem viele Stresshormone aus.

39. Schwangerschaftswoche – die letzten Tage vor der Geburt – Ruhe ist angesagt

In der 39. Schwangerschaftswoche durchläufst du die letzten Tage deiner Schwangerschaft und der Countdown zur Geburt läuft. 39. Schwangerschaftswoche 39 Schwangerschaftswoche Möglicherweise hat dein Baby auch bereits das Licht der Welt erblickt, denn nur etwa 5% der Babys kommen zum errechneten Geburtstermin zur Welt. Rein statistisch gesehen kommen die meisten Babys etwa zwei Wochen vor

n der 37. Schwangerschaftswoche hat dein Baby seine Lungenreife und ist auch sonst voll lebensfähig. Es macht sich bereit für die Geburt.

37. Schwangerschaftswoche – dein Körper und dein Baby bereiten sich auf die Geburt vor

Mit der 37. Schwangerschaftswoche beginnt nun dein letzter Schwangerschaftsmonat und es ist nur noch kurze Zeit, bis zu deinem errechneten Geburtstermin. Viele Babys warten übrigens gar nicht bis zur 40. Schwangerschaftswoche und sie kommen früher zur Welt. Dies ist allerdings auch unproblematisch, denn dein Ungeborenes ist vollständig entwickelt und lebensfähig. Es hat auch die vollständige

Wenn ein Paar einen Kinderwunsch hat, braucht es etwas mehr, als nur Liebe. Wie du die Empfängnis begünstigen kannst, fassen wir dir zusammen

Kinderwunsch – wir wünschen uns ein Baby – warum es mehr als Liebe braucht!

Du und dein Partner habt einen Kinderwunsch? Damit euer Wunsch nach Nachwuchs sich schnell in Wirklichkeit verwandelt, braucht es etwas mehr als viel Liebe. Wir haben dir die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Zur richtigen Zeit – die fruchtbare Phase der Frau Das Zeitfenster für eine Empfängnis ist recht klein. So reift in der ersten Hälfte des

Scroll to Top