Kinderwagen Ratgeber

Schützen Sie Ihren Liebling! So geht es richtig

Isofix ist ein Befestigungssystem für Kindersitze welches nach Normen gefertigt ist. Dank der einfachen Bedienung gilt es als eins der sichersten Systeme, um Sitze im Fahrzeug zu fixieren.

Isofix-Befestigung

Dank der festen und sicheren Verbindung verleiht dies einem Kindersitz optimalen Halt im Fahrzeug

Autositze mit ISOFIX Kompatibilität gibt es verschiedene Formen von Halterungssytemen. Es wird zwischen „soft“ und „rigid“ Isofix unterschieden. Bei dem Soft Isofix wird der Sitz mit gespannten Gurtbändern befestigt. In Europa ist jedoch nur das sogenannte „rigid system“ erlaubt, welches starre Bügel verwendet. An dem Kindersitz befinden sich bei diesem Modell Befestigungsbügel, die mit einer Klickfunktion in den Halterungsbügel zwischen Lehnen und Sitzfläche im Auto eingehängt werden.

Nicht jeder Isofix-Kindersitz passt in jedes Auto!

Isofix-Kindersitze mit Universalzulassung passen dagegen in jeden Fahrzeugtyp. Voraussetzung für diese Zulassung ist eine weitere Verankerung, die den Sitz zusätzlich zu dem Halterungsbügel fixiert. Dafür gibt es wiederum drei Möglichkeiten der Befestigung, je nach Ankerpunkt und Befestigungsart unterscheidet man:

Für welche Fahrzeuge eignen sich Kindersitze mit Isofix?

Kindersitze mit Isofix lassen sich nicht in jedem Fahrzeug anbringen. Baujahre vor 2000 verfügen nicht über die erforderlichen Ankerpunkte und Halterungsbügel, um die Sitze zu befestigen. Zwar können natürlich auch Isofix-Kindersitze mit einem gewöhnlichen Dreipunktgurt gesichert werden. Damit verlieren sie jedoch die Vorteile, die sie gegenüber einfacheren Sitzen ohne Isofix-System auszeichnen. Wer sich für einen Sitz mit Isofix-Halterungen entscheidet, obwohl im Fahrzeug nicht die nötigen Ankerpunkte vorhanden sind, kann dieses jedoch in den meisten Fällen nachrüstenlassen.

Einfach und sicher

Ein großer Pluspunkt der Isofix-Kindersitze ist die einfache Handhabung. Sie lassen sich schnell und bequem installieren, so dass nicht nur Zeit gewonnen, sondern auch möglicherweise gefährliche Fehler in der Befestigung des Sitzes vermieden werden. Doch nicht nur aus diesem Grund sind sie, was die Sicherheit des Kindes angeht, anderen Modellen überlegen. Gerade die starre Verankerung über Haltebügel, die fest mit der Karosserie des Wagens verbunden werden, bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Das gilt im Übrigen, anders als bei Kindersitzen, die nicht mit Isofix befestigt werden, auch für das Fahren mit einem leeren Sitz. Das Plus an Komfort und Sicherheit muss jedoch mit einem etwas höheren Preis als bei gewöhnlichen Sitzen bezahlt werden. Es ist also lohnenswert, vor dem Kauf eines neuen Kindersitzes verschiedene Anbieter und Modelle zu vergleichen.

Welcher Autositz ist der richtige für mein Kind?

In Deutschland ist die häufigste Todesursache bei Kindern ein Autounfall. Im Jahre 1993 wurden gesetztlich die Rückhaltesysteme festgelegt, jedoch wird immernoch jeder 3. falscch angeschnallt oder sitzt in einem falschen Autositz

„Kinder sichern im Auto“, eine Broschüre herausgegeben vom GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft), macht auf die Fakten aufmerksam die belegen, dass ungesicherte Kinder ein 7-fach größeren Schaden nehmen.

Kindersitze – das sind die gesetzliche Bestimmungen

Ab dem ersten Erdentag Ihres kleinen Krümels muss ein Kindersitze verwendet werden. Die gesetzliche Vorschrift sieht die Pflicht des Kinder-Autositzes für den Transport im Auto bis zu einer Größe des Kindes von 150 cm vor.

Sicherungspflicht in Deutschland

Seit dem 1. April 1993 gilt eine generelle Sicherungspflicht für Kinder in Kraftfahrzeugen.

§ 21 Absatz 1 a StVO:

„Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind...“

Wer Kinder ungesichert im Auto mitnimmt, dem droht derzeit ein Verwarnungsentgelt in Höhe von 40 € und ein Punkt in Flensburg. Im Schadensfall können seitens der Versicherung Anspruchsleistungen gemindert werden.

§ 21 Abs. 1b StVO schränkt allerdings ein:

„In Fahrzeugen, die nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, dürfen Kinder unter drei Jahren nicht befördert werden. Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, müssen in solchen Fahrzeugen auf dem Rücksitz befördert werden. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Kraftomnibusse."

Sicherungspflicht in Europa

Seit dem 9. Mai 2006 gilt in Europa eine Verpflichtung zum Anlegen von Sicherheitsgurten und zur Verwendung von Sicherheitssystemen für Kinder in allen Fahrzeugarten. Die Sicherung von Kindern ist folgendermaßen definiert: „Kinder bis zu einer Größe von 150 cm müssen mit einer Kinderrückhalteeinrichtung gesichert werden (in wenigen EU-Mitgliedsstaaten beträgt die Größe 135 cm). Die Festlegung des Alters der Kinder obliegt den Mitgliedsstaaten.“

Die ECE-Norm

Seit 8. April 2008 dürfen gemäß StVO-Änderung vom 11. Mai 2006 nur noch Kindersitze der aktuellen Prüfnormen ECE 44/03 und ECE 44/04 verwendet werden. Ein guter Kindersitz ist nach der Europäischen Prüfnorm ECE 44 getestet und zugelassen. Am Sitz ist das ECE-Prüfzeichen angebracht. Eine zweistellige Zahl gibt Aufschluss über die Prüfnorm. Die derzeit aktuelle Version ist die ECE-R 44/04. Dieses Etikett zeigt auch, für welche Gewichtsgruppe der Sitz geeignet ist.

Fazit

Kindersitze mit Isofix-Halterungssystem sind nicht nur einfach zu handhaben, sie bieten darüber hinaus ein hohes Maß an Sicherheit. Bei der Wahl des Sitzes muss jedoch unbedingt geprüft werden, ob er eine Zulassung für das Fahrzeug besitzt, in dem er eingesetzt werden soll.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.gdv.de
http://www.dvr.de
http://www.adac.de